Gute Zeiten, Schlechte Zeiten

Geschrieben wurde es irgendwann zwischen dem 8. und 9. Dezember 2003.

Histeriker der Fäkalitat Greenwich, versuchen zurzeit den genauen Zeitpunkt festzustellen. Dass kann aber einige Zeit dauern, weil eine Gruppe um Prof. Dr. chron. Tissot, sich auf die These beruft, dass ja die Zeit ständig im Fluss ist und es somit einen genauen Zeitpunkt gar nicht geben kann.
Gegen den Zeitstrom schwimmen aber auch die älteren Semester mit Ihrer Aussage: “Die Zeit ist auch nicht mehr das was sie mal war”.
Japanische Studenten hingegen, welche ja früher aufstehen müssen als wir, und uns demzufolge in der Zeit voraus sind, verfolgen den früheren Ansatz, dass die Zeit nicht fliesst, sondern im Flug vorüber geht. Sie lassen dabei die Frage offen ob sie nun fliegt oder geht, und auch wann genau sie wiederkommt, wenn sie dann mal vorüber gegangen oder geflogen ist.
Seit neuestem mischen sich auch Agrarexperten mit der Behauptung ein: “Die Zeit ist reif!” Sie verlangen eine schnelle Ernte, bevor dass sie vergeht.
Auf Anfrage, erklärten auch Vertreter der Kirche, ihre Würdenträger würden bis in alle Ewigkeit das Zeitliche segnen. In einer Zeit wie dieser, wo jeder Versuch einer chronologischen Orientierung, früher oder später, am Zeitmangel scheitert, erfreuen sich auch fundamentalistische Gruppierungen mit zukunftsweisenden Just-In-Time Ideologien wachsenden Zuspruch. Vorallem bei der jüngeren Generation welche unter Einfluss von TV-Serien wie “Gute Zeiten, Schlechte Zeiten” ein völlig neues Zeitgefühl entwickelt hat.
Ohne eine zeitlich gut abgestimmte Strategie, verblasst die Hoffnung diese tickende Zeitbombe noch rechtzeitig zu entschärfen. Die zukünftig einsetztende Diskussion über schweren Zeiten, wie sie im Verlauf der Zeit immer wieder vorgekommen sind, und deren Gewichtung würde dabei ein unzeitgemässes Ende drohen.
Einzige Hoffung dem zeiltichen Chaos, ein für allemal ein Ende zu setzen, versprechen, mit zeitlicher Verzögerung herausgegebe Zeitfenster, welche eine momentane Sicht auf das Zeitgeschehen in erlauben. Da diese eben genau dieses Zeitchaos ungeschehen machen kann, ist sie im Volksmund unter dem Namen Zeit-Ung bekannt.

Zürich, in diesem Augenblick

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