Unser Wunschkandidat Barak Obama hat sich in den US-Vorwahlen gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Wie aber Telepolis in seinem heutigen Artikel schreibt, stellt sich nun bereits die Frage ob wir uns darüber wirklich freuen sollen.
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Der Kreislauf der keiner ist
300 Millionen Dollar zum Windows raus geworfen
Wie Infoweek schreibt, will Microsoft mehr Popularität für Windows Vista, die Live-Services und Windows Mobile und lässt sich dies laut einem Zeitungsbericht von Financial Times Deutschland 300 Millionen Dollar kosten.
Würde der Konzern, wie bald alle anderen auf der OpenSource-Schiene fahren, könnten man wohl ein paar wirklich nützliche Projekte mit diesem Geld anstossen. Geld alleine erhebt einen Mitspieler, in der sich abzeichnenden neuen Weltordnung, nicht mehr automatisch zum Sieger.
Konkret kämpft Microsoft hier gegen Apple, dessen Anziehungskraft als Marke an sexyness kaum zu übertreffen ist. Gegen Google, dessen Ideen, Dienstleistungen und Qualität bisher Monate und Jahre der guten alten Microsoft voraus sind.
Auch gegen die OpenSource Software Bewegung, welche in den Punkten Funktionalität, Qualität, Sicherheit, Innovation und nicht zuletzt im Preis, zurzeit entweder gleich aufliegt, bald überholt wird oder eh unschlagbar (Preis) ist.
Kulturflatrate – Ein neues Rennen beginnt
Was ich heute bei Golem gelesen habe könnte man mit dem typischen Satz “Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht …” umschrieben werden.
Warner Music steuert auf “Kulturflatrate” zu
Die gute Nachricht: Die Major Labels denken um. Sie sehen ein, dass absichtlich verkrüppelte Hardware, komplizierte technische Schutzmassnahmen, welche jeweils wenige Woche halten, und vor allem weltweit Massen von Schülern und Omas, bis gar Verstorbene mit Klagen einzudecken, Schadenersatzfoderungen welche diese nie und nimmer zu Lebzeiten begleichen können, all diese Massnahme retten eine überflüssig gewordene Branche nicht.
Ein normaler Mensch hat darin wohl nie ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell entdecken können, aber die Manager der grossen Konzerne ticken anders. Sie verdienen ja auch ein bisschen mehr und sehen, von ihrer gehobenen Stellung aus, vielleicht Sachen die wir hier unten nicht sehen können.
Die schlechte Nachricht, wird erst am Schluss des obengenannten Artikels angesprochen.
Die die vom Label nun entwickelten Modelle, werden wohl kaum in technischer Einfachheit und Eleganz glänzen, auch erwarte ich keine Verbesserung der Situation für die Künstler. Am wenigsten für die kleineren und unabhängigen, oder deren Labels.
Ein Major Label versucht hier mit einer, zugegeben, innovativen und diesmal etwas realitätsbezogener Variante, ihre Pfründe zu sichern. Dabei rechnet derWirt aber wieder mal ohne den Gast. Ein Major Label hat in der zukünftigen Kulturwelt keinen Platz mehr, ob mit DRM oder mit Flatrate. Wenn wir endlich wieder kulturelle Vielfalt haben, erübrigt sich das Wörtchen Major vor dem Label.
Freie Software, Freie Märkte
Liebe Ökonomen, Realisten, Neo-Liberalisten, Kommerzialisten und Industriealisten
Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent und den Umsatz um 28 Prozent gesteigert …
Im dritten Quartal hat Red Hat 135,4 Millionen US-Dollar umgesetzt und einen Nettogewinn von 20,3 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Der Gewinn je Aktie von 10 Cent liegt im Rahmen der Analystenerwartungen, beim Umsatz konnte Red Hat die Prognosen der Wall Street übertreffen.
Und jetzt bitte, erklären sie mir bitte, warum das kein Business-Modell sein soll, bzw. Wofür brauchen sie jetzt ihre Patente und Urheberrechts-Verwertungs-Gesellschaften genau? Vor allem dort wo sie nicht mal der Urheber sind. Wenn sie so liberal sind wie sie sagen, dann müssten sie mir das doch erklären können. Oder? Diese Einladung gilt im besonderem der “Musikindustrie”. Zumindest so lange sie überhaupt noch da ist.
«Angst ist ein schlechter Ratgeber»
Noch wage ich nicht zu glauben das unser Land drauf und dran ist Menschenrechtsverletzungen gesetzlich zu verankern, aber wenn die Prognosen stimmen sieht es nicht gut aus. Wie im Echo der Zeit nachzulesen und -hören ist.
Die Chancen für Asyl- und Ausländergesetz stehen gut
Knapp 10 Tage vor der Abstimmung über das Asyl- und Ausländergesetz zeigt die neueste Umfrage des Forschungsinstitutes gfs ein deutliches Bild: Der Bundesrat und die bürgerlichen Parteien sind gut im Rennen, Asyl- und Ausländergesetz dürften angenommen werden.
Und dies obwohl wir nach Strich und Faden mit dreisten Lügen abgespeisen werden.
Stöffel drückt auf den Angst-Knopf und wir schalten unser Hirn aus.
Das Rezept von Blocher und seinen Mannen ist so erfolgreich wie eh und jeh:
Sprich dem Stimmbürger seine tiefsitzenden Ängste an und er frisst dir aus der Hand.
Um Nutzen, Kosten, Missbrauch, humanitäre Tradition, Menschenrechte, Fakten und Zahlen braucht man sich dann nicht mehr zu kümmern.
Schade nur dass diese Ängste auch weiterhin begründet sein werden. Die neuen Gesetze bringen dir gar nichts lieber Stimmbüger. Ausser einem haufen neuer Probleme.
Du wirst auch nächstes Jahr deshalb nicht ruhiger schlafen können. Die Globalisierung kann dir nämlich auch der Blocher nicht vom Hals schaffen. Die Flüchtlingsströme, ob wirtschaftlich oder politisch werden nicht hier gemacht. Dein Arbeitsplatz, deine Sozialversicherung, deine Renten alles das ist in Gefahr. Aber nützt es was wenn wir deswegen Kinder jahrelang in den Knast schicken oder sie geradezu zwingen illegal im Land abzutauchen.
Sehr wahrscheinlich werden sie dann des Nachts gerade um dein Haus schleichen.
Du wirst also noch mehr Angst haben müssen, es werden wohl deswegen in der nächsten Revision ein paar noch schärfere Paragraphen eingebaut.
Fragen wir die Fachleute
In Fachkreisen sind kaum Befürworter zu finden, so wird gemäss einem Interview in der Sonntagszeitung der langjährige Chef des zuständigen Bundesamtes “Nein” stimmen.
Unter anderem aus folgenden Gründen:
«Blocher und die Befürworter des Gesetzes zeichnen ein völlig falsches Bild»
«Die geplanten Massnahmen sind wenig effizient, weit gehend wirkungslos und unverhältnismässig.»
Es seien bloss «populäre politische Postulate».
«Das ist eine grobe Irreführung, und wer das wie Blocher wissentlich tut, der lügt.»
Auch die Eidgenössische Kommission für Flüchtlingsfragen (EKF) hat Bedenken zum neuen Gesetz geäussert.
Eine weitere ehemalige hochrangige Mitarbeiterin des EJPD und heutige Regierungsrätin kritisert die Vorlage ebenfalls als «Ungerecht und unwirksam» wie in einem Tages-Anzeiger Artikel nachzulesen ist.
Diese Liste liesse sich wohl noch ellenlang weiterführen. Es nützt nichts, einmal mehr werden die niederen Instinkte gewinnen.
Ausser wir schaffen es dieses eine Mal den Umschlag rechtzeitig in den Briefkasten zu werfen.

Nicht zögern, einwerfen!
Solltest du unschlüssig an den übrigen Fragen dieser Abstimmung herumgrübeln, dann sind dir die Themen offensichtlich nicht so wichtig. Dann lass es einfach sein und wirf halt nur die mit den wirklich wichtigen Fragen ein (siehe Bild).
Weil das AHV Problem wird wohl mit oder ohne KOSA-Initiative ein Problem bleiben und was genau zwischen den Geleisen noch gebaut wird, darüber werden wir in Zukunft wohl eh noch streiten.
